Auf einen Blick
Das Wichtigste
- Verbreitung
- Das dokumentierte Verbreitungsgebiet umfasst Großbritannien, Europa und Nordwestasien; in Skandinavien reicht es bis in Gebiete nahe dem Polarkreis.
- Lebensraum
- Lebt in feuchten Lebensräumen, darunter kühle Wälder höher gelegener Regionen, feuchte Wiesen, Bergseen, Teiche und Fließgewässer.
- Aktivität
- Sucht meist nachts oder an regnerischen Tagen nach Nahrung, versteckt sich tagsüber an feuchten Orten und überwintert in Hohlräumen im Boden.
- Nahrung
- Frisst Wirbellose wie Insekten und deren Larven, Asseln, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer; die Nahrung der Kaulquappen umfasst Algen und pflanzliches Material.
Beobachtungsführer
Worauf man achten sollte
- 01
Das erwachsene Tier hat einen gedrungenen, kurzen Körper ohne Schwanz und einen breiten, abgeflachten Kopf.
- 02
Um das Trommelfell zeigt sich meist eine dreieckige, dunkelbraune bis schwärzliche Zeichnung.
- 03
Die Körperfärbung ist unterschiedlich und kann braun, grau, olivfarben, gelblich oder sogar rosafarben sein.
- 04
Während der Fortpflanzungszeit können Männchen bläuliche Bereiche auf dem Rücken und an der Kehle aufweisen.
Licht, Alter und Blickwinkel können Merkmale verdecken. Bei Folgen für Verzehr, Umgang oder Schutz sind Fachquellen nötig.
Ökologie
Beschreibung und Merkmale
Rana temporaria ist eine kurz und kräftig gebaute Amphibie. Im Erwachsenenstadium besitzt sie keinen Schwanz und hat einen breiten, abgeflachten Kopf. Ihre kräftigen Hinterbeine dienen sowohl zum Springen als auch zum Schwimmen. Die Färbung ist meist braun, kann aber auch grau, olivfarben, gelblich oder rosafarben sein. Um das Trommelfell liegt eine dreieckige, dunkelbraune bis schwärzliche Zeichnung. Zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Weibchen sind häufig gelblicher und können rötliche Flecken an den Flanken aufweisen. Während der Fortpflanzungszeit können Männchen bläuliche Bereiche auf dem Rücken und an der Kehle entwickeln.
Die Art bewohnt unterschiedliche feuchte Lebensräume innerhalb ihres Verbreitungsgebiets und ist häufig in kühlen Wäldern höher gelegener Regionen sowie auf feuchten Wiesen anzutreffen. Sie kommt außerdem an Bergseen, Teichen, Seen und Fließgewässern vor. Obwohl sie sich vom Wasser entfernen kann, versteckt sie sich tagsüber meist an feuchten Orten und sucht nachts oder an regnerischen Tagen nach Nahrung. Im Winter bleibt sie in Unterschlüpfen im Boden. Ihre Nahrung verändert sich mit dem Alter: Kaulquappen fressen Algen und nehmen mit zunehmendem Wachstum auch pflanzliches Material sowie gelegentlich kleine Insekten auf. Jungtiere und ausgewachsene Tiere ernähren sich von Wirbellosen, darunter Insekten, Larven, Asseln, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer.
Die Fortpflanzung findet im Wasser statt; die Befruchtung erfolgt äußerlich. Bei der Paarung klammert sich das Männchen am Weibchen fest, während dieses Eier in gallertartigen Hüllen ablegt, die zu Laichballen zusammengefasst sind. Anschließend kümmern sich die erwachsenen Tiere nicht um das Gelege. Aus den Eiern schlüpfen aquatische Kaulquappen mit Kiemen. Während der Metamorphose entwickeln sich zunächst die Hinterbeine und danach die Vorderbeine; die Kiemen verschwinden, die Lungen bilden sich aus und der Schwanz wird zurückgebildet. Die Jungtiere verlassen das Wasser und führen fortan eine semiaquatische Lebensweise. Der Fortpflanzungszeitraum hängt vom jeweiligen Ort ab: Für die wärmeren Tieflagen wird die Zeit von Februar bis März angegeben; im Norden und in höheren Lagen kann sie bis Juni andauern. Die Geschlechtsreife wird ungefähr im Alter von drei Jahren erreicht. Zur Fortpflanzung können die Tiere an das Gewässer zurückkehren, in dem sie ihre Metamorphose durchlaufen haben.