Report
Gibraltar überqueren: Wie Weißstörche ihren Flug verändern
Sensordaten zeigen, dass der Wechsel vom Land zum Meer den Flug verändert. Wind, Höhe und Startpunkt spielen eine Rolle.
Ein anderes Umfeld
Für einen Weißstorch ist die Überquerung Gibraltars nicht einfach eine Verlängerung des Fluges über Land. Eine CSIC-Mitteilung vom Dezember 2020 beschreibt Steig- und Gleitflüge über Land, dagegen geradlinigere, absteigende Meerespassagen mit intensivem Flügelschlag. Dieser dokumentierte Fall zeigt, wie eine Wasserbarriere die Bewegungsstrategie verändern kann. [5453]
Einzelne Vögel verfolgen
Forschende der Biologischen Station Doñana und des Max-Planck-Instituts statteten Weißstörche mit GPS, Höhenmessern und Beschleunigungssensoren aus. Sie verglichen Bewegungen vor, während und nach der Passage, statt nur Schwärme von der Küste aus zu beobachten. Die Instrumente ermöglichten zusammen Untersuchungen von Position, Höhe und Flugaktivität einzelner Vögel. [5453]
Wind und Startpunkt zählen
Laut dieser Mitteilung halfen Seitenwind und der Eintrittspunkt ins Campo de Gibraltar, die Positionen auf beiden Seiten der Meerenge vorherzusagen. Die Entfernung vom gewählten Startpunkt, die Ausgangshöhe und der Wind bestimmten die Leistung bei der Überquerung. Diese Befunde betreffen den untersuchten Fall: Sie sind weder eine Anleitung zur Vorhersage jeder Passage noch eine Schlussfolgerung für alle Zugvogelarten. [5453]
Quellen und Methode
Dieser Beitrag fasst die genannten Quellen zusammen und trennt mögliche Beobachtungen von Schlussfolgerungen, die mehr Daten erfordern. Er enthält keine eigene Feldforschung von FaunaGuide und ersetzt keine fachkundige Bestimmung.
- Estrategias de vuelo de cigüeñas blancas en Gibraltar — DELEGACIÓN DEL CSIC EN ANDALUCÍA y EXTREMADURA NOTA DE PRENSA MIGRACiÓN DE AVES CSIC y Max Planck muestran las estrategias de vuelo que siguen las cigüeñas blancas al cruzar el Estrecho de Gibraltar El uso de tecnología GPS, altímetros y acelerómetros c