Auf einen Blick
Das Wichtigste
- Verbreitung
- Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst Europa, Nordafrika und Westasien. Die Art wurde in zahlreiche Regionen außerhalb dieses Gebiets eingeführt; beispielsweise ist sie in Gewässern Nordamerikas, darunter Virginia, eingebürgert.
- Lebensraum
- Lebt in Süßwasser, darunter Bäche und Flüsse sowie Seen und Stauseen. In Shenandoah kommt sie in Flussabschnitten mit geringerem Gefälle vor; in den Bächen Virginias findet die Fortpflanzung auf Kies zwischen Pools und Stromschnellen statt.
- Aktivität
- Kann tagsüber und nachts aktiv sein; in Douglas Creek, Wyoming, hielten sich die beobachteten Jungfische tagsüber zwischen Ufersteinen verborgen und waren nachts häufiger zu sehen.
- Nahrung
- Frisst hauptsächlich Wirbellose und Krebstiere; größere Individuen können Fische fressen. In manchen Lebensräumen wurden auch weitere Nahrungsressourcen beschrieben.
Beobachtungsführer
Worauf man achten sollte
- 01
Ihr Körper ist langgestreckt und spindelförmig; der Rücken ist braun oder olivfarben und wird zu den Flanken und zum Bauch hin heller.
- 02
Sie hat dunkle Flecken auf Kopf, Rücken und Seiten; in der Beschreibung des Bighorn Canyon reichen diese nicht bis zum Schwanz und bedecken nicht den Bauch.
- 03
An den Flanken befinden sich rötliche oder orangefarbene Flecken, einige mit einem helleren, weißen oder bläulichen Hof.
- 04
Bauch und Unterseite des Unterkiefers sind hell und werden als weiß, perlmuttfarben, cremefarben oder goldfarben beschrieben.
Licht, Alter und Blickwinkel können Merkmale verdecken. Bei Folgen für Verzehr, Umgang oder Schutz sind Fachquellen nötig.
Ökologie
Beschreibung und Merkmale
Salmo trutta ist ein Fisch aus der Familie Salmonidae mit einem langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenfärbung ist meist braun, olivfarben oder kupferfarben und wird zu den Flanken hin heller; diese können gelblich sein. Der Bauch ist weißlich, perlmuttfarben oder cremefarben. Auf Kopf, Rücken und Seiten befinden sich dunkle Flecken, an den Flanken außerdem orangefarbene oder rötliche Flecken, von denen einige von einem hellen Hof umgeben sind. Bei den vom National Park Service beschriebenen Populationen in Virginia weist auch die Rückenflosse dunkle Flecken auf; die unteren Flossen haben weiße Ränder. Männchen können während der Fortpflanzungszeit einen verlängerten, hakenförmigen Unterkiefer entwickeln und eine kräftigere Färbung annehmen.
Die Art besiedelt Süßwasserlebensräume wie Bäche und Flüsse und kommt auch in Seen und Stauseen vor. In den Bergbächen von Shenandoah in Virginia lebt sie in Abschnitten mit langsamerer Strömung und geringerem Gefälle; die örtliche Quelle verzeichnet auch Populationen in Flüssen und größeren Gewässern. Kies ist für die Fortpflanzung wichtig: In den vom National Park Service beschriebenen Bächen Virginias graben die Weibchen ihre Nester in kiesigen Bereichen zwischen Pools und Stromschnellen. Die Art ist überwiegend fleischfressend und frisst Wirbellose und Krebstiere; größere Individuen können auch Fische in ihre Nahrung aufnehmen. Die Zusammensetzung der Nahrung hängt von der Umgebung und den verfügbaren Ressourcen ab.
Der Lebenszyklus unterscheidet sich zwischen den Populationen. Einige Forellen bleiben in ihrem ursprünglichen Bach, während andere in Seen oder ins Meer wandern und zur Fortpflanzung ins Süßwasser zurückkehren; eine Rückkehr in den Geburtslauf vor dem Ablaichen ist beschrieben. Die vom National Park Service erwähnten Populationen Virginias laichen im Herbst, gewöhnlich zwischen Oktober und November, mitunter bis in den Dezember. In den dort untersuchten Bächen des Parks erreichen sie die Geschlechtsreife im Alter von einem bis drei Jahren. Die Eier werden in Nestern abgelegt, die in den Kies gegraben werden; den Quellen zufolge wandern die Jungfische im Verlauf ihrer Entwicklung aus den Kiesnestern in offenere Bereiche des Bachbetts, um Nahrung aufzunehmen. In Douglas Creek, Wyoming, hielten sich die beobachteten Jungfische tagsüber zwischen den Ufersteinen verborgen und kamen nachts häufiger hervor. Dieses Verhalten bezieht sich auf diesen Bach und den untersuchten Zeitraum und gilt nicht notwendigerweise für alle Populationen.