Artenporträt · Veröffentlicht: · Überprüft:

Gemeine Regenwurm

Lumbricus terrestris

Oligochaeter Ringelwurm aus der Familie Lumbricidae.

Lumbricus terrestris ist ein rötlich-brauner Ringelwurm, der im Boden lebt und sich von zersetzendem organischem Material ernährt.

So erkennt man die Art

Auf einen Blick

Das Wichtigste

Größe
Kann eine Länge von ungefähr 25 cm erreichen. Der Bereich kann je nach Alter, Geschlecht und Population variieren.
Verbreitung
Im Osten der Vereinigten Staaten gilt Lumbricus terrestris als die häufigste Regenwurmart; diese regionale Angabe grenzt für sich genommen nicht die gesamte Verbreitung der Art ab.
Lebensraum
Lebt und gräbt in Böden mit ausreichender Feuchtigkeit und genügend organischem Material; die feuchte Haut ist für den Gasaustausch erforderlich.
Aktivität
Gräbt und bewegt sich durch den Boden mithilfe von Muskelkontraktionen und nutzt die Borsten zum Festhalten.
Nahrung
Frisst Pflanzenreste und andere zersetzende Organismen und nimmt außerdem Boden, Sand und kleine Mineralpartikel auf.

Beobachtungsführer

Worauf man achten sollte

  1. 01

    Rötlich-braune Färbung: Der Körper von Lumbricus terrestris weist diesen Farbton auf, der mit dem Hämoglobin im Blut zusammenhängt.

  2. 02

    Ringeliger Körper: Entlang des länglichen Körpers können bis zu etwa 150 sichtbare Segmente liegen.

  3. 03

    Erkennbares Clitellum: Zwischen dem 32. und 37. Segment befindet sich ein leicht verdickter Bereich mit abweichender Färbung.

  4. 04

    Ungleich geformte Enden: Der Körper verjüngt sich zu beiden Enden hin; das hintere Ende ist stumpfer.

Eine wichtige Grenze

Licht, Alter und Blickwinkel können Merkmale verdecken. Bei Folgen für Verzehr, Umgang oder Schutz sind Fachquellen nötig.

Ökologie

Beschreibung und Merkmale

Aussehen und Körperbau. Lumbricus terrestris ist ein an Land lebender Ringelwurm mit einem länglichen, in Ringe oder Segmente gegliederten Körper und bis zu etwa 150 Segmenten. Die Färbung ist rötlich-braun und steht mit dem Hämoglobinpigment im Blut in Zusammenhang. Der Körper verjüngt sich zu beiden Enden hin, wobei das hintere Ende stumpfer ist. Zwischen dem 32. und 37. Segment befindet sich das Clitellum, ein leicht verdickter Bereich mit abweichender Färbung, der an der Bildung des Kokons beteiligt ist, in dem sich die Eier befinden. Wie andere Ringelwürmer besitzt die Art kleine Borsten, die in der Körperwand sitzen; sie helfen dabei, sich festzuhalten, während Muskelkontraktionen den Körper bewegen. Die Art hat keine Lungen: Sie nimmt Sauerstoff über die feuchte Haut auf und benötigt daher Bedingungen, unter denen diese feucht bleiben kann.

Leben im Boden. Dieser Regenwurm gräbt Gänge und bewegt sich durch den Boden. Kontraktionen der Ring- und Längsmuskeln erzeugen Bewegungswellen, die ihn vorwärts oder rückwärts antreiben können; die Borsten helfen, beim Vorwärtskommen ein Abrutschen zu verhindern. Die Art kommt mit Böden in Verbindung, die ausreichend feucht sind und genügend organisches Material enthalten. Bei der Nahrungsaufnahme frisst sie Pflanzenreste und andere zersetzende Organismen und nimmt außerdem Boden, Sand und kleine Mineralpartikel auf. Dabei frisst sie Laubstreu: In Experimenten auf versauerten Waldböden in den westlichen Adirondacks fraßen die Exemplare, die in gekalkten Böden überlebt hatten, die Laubstreu rasch. Dieses Ergebnis gilt für die untersuchten Bedingungen und beschreibt nicht für sich genommen alle Populationen.

Fortpflanzung. Lumbricus terrestris ist ein Zwitter: Jedes Individuum besitzt männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane, doch für die Befruchtung der Eier ist Sperma eines anderen Individuums erforderlich. Während der Paarung tauschen zwei Regenwürmer Sperma aus; anschließend bildet das Clitellum einen Kokon, der die Eier enthält. Die Kokonbildung ist somit ein sichtbarer Teil des Fortpflanzungszyklus, auch wenn die verfügbaren Quellen hier weder die Entwicklungsdauer noch die Zeit bis zum Schlüpfen angeben. Die Grab- und Fraßtätigkeit der Art trägt dazu bei, organisches Material in den Boden einzubringen; experimentelle Befunde zeigen außerdem, dass ihr Überleben je nach Säuregehalt des Bodens stark variieren kann.

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