Auf einen Blick
Das Wichtigste
- Größe
- Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 7–9 mm; die Männchen sind etwas kleiner und etwa 6 mm lang. Der Bereich kann je nach Alter, Geschlecht und Population variieren.
- Verbreitung
- Sie kommt in verschiedenen Regionen der Welt vor; eine Quelle verortet ihren Ursprung in Westasien und beschreibt eine spätere Ausbreitung in fast die ganze Welt.
- Lebensraum
- Sie lebt an geschützten, lichtarmen Orten, etwa in Kellern, in Ecken von Wohnungen, in Höhlen und unter Steinen oder Vorsprüngen.
- Aktivität
- Sie hängt gewöhnlich mit dem Bauch nach oben in ihrem Netz; wird dieses gestört, kann sie ihren Körper und das Netz rasch in Schwingung versetzen.
- Nahrung
- Sie fängt kleine Insekten und andere Spinnen in Netzen; außerdem wurde beobachtet, dass sie in das Netz einer anderen Spinne eindringen und sich von ihr ernähren kann.
Beobachtungsführer
Worauf man achten sollte
- 01
Sehr lange, dünne Beine, die gewöhnlich fünf- bis sechsmal so lang wie der Körper sind.
- 02
Blasse, durchscheinende Färbung mit einem großen grauen Fleck in der Mitte des Prosomas.
- 03
Acht Augen in zwei Gruppen: zwei kleine Augen vor zwei Dreiergruppen größerer Augen.
- 04
Lockeres, unregelmäßiges Netz, in dem sie gewöhnlich mit dem Bauch nach oben hängt, besonders an geschützten Ecken.
Licht, Alter und Blickwinkel können Merkmale verdecken. Bei Folgen für Verzehr, Umgang oder Schutz sind Fachquellen nötig.
Ökologie
Beschreibung und Merkmale
Pholcus phalangioides ist eine Spinne aus der Familie Pholcidae mit kleinem Körper und auffallend langen, dünnen Beinen. Ihre Färbung ist meist blassgelb oder hellbraun, mit einem großen grauen Fleck in der Mitte des Prosomas; Körper und Beine sind fast durchscheinend und weisen feine graue Haare auf. Der Kopf ist im Bereich der Augen dunkler. Sie hat acht Augen: zwei kleine, die vor zwei Gruppen aus jeweils drei größeren Augen liegen. Im Verhältnis zum Körper sind die Beine gewöhnlich fünf- bis sechsmal so lang wie dieser. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von etwa 7–8 mm, die Männchen etwa 6 mm. Unverhältnismäßig lange Beine und der zarte Körper sind sichtbare Merkmale, an denen sie zu erkennen ist.
Sie hält sich gewöhnlich an geschützten, lichtarmen Orten auf, sowohl in Gebäuden – zum Beispiel in Kellern, an Decken und in Ecken sowie hinter Möbeln – als auch in Höhlen und unter Steinen oder Vorsprüngen. Sie baut ein großes, lockeres und wenig geordnetes Netz, das oft horizontal gespannt oder der Form des jeweiligen Ortes angepasst ist; darin hängt sie mit dem Bauch nach oben. Das Netz dient dem Beutefang: Sie frisst kleine Insekten und andere Spinnen. Es wurde auch beobachtet, dass sie in fremde Netze eindringen und diese nutzen kann, nachdem sie die dort ansässige Spinne gefangen hat. Wird ihr Netz gestört, kann sie ihren Körper und das Netz rasch in Schwingung versetzen, bis sie schwer zu erkennen ist. Sie jagt von einem unregelmäßigen Netz aus an einem geschützten Ort.
Außerhalb der Paarungszeit lebt sie meist einzelgängerisch und fängt Beute in ihrem Netz. Bei der Balz spüren die Männchen die Weibchen anhand chemischer Signale auf; während der Kopulation, die mehrere Stunden dauern kann, übertragen sie das Sperma auf die Genitalöffnung des Weibchens. Dieses kann es speichern, bevor die Eier befruchtet werden. Nach dem Schlüpfen durchlaufen die Jungtiere eine pränymphale Phase: Die Mutter bewacht sie etwa neun Tage lang, bis sie sich häuten und das Aussehen kleiner Spinnen annehmen. Anschließend verlassen sie das mütterliche Netz und suchen einen Ort, an dem sie ihr eigenes Netz bauen können. Die Jungtiere verteilen sich nach ihrer ersten Häutung, nach dieser kurzen Phase mütterlicher Fürsorge.