Auf einen Blick
Das Wichtigste
- Verbreitung
- Für die Nominatunterart wird ein natürliches Verbreitungsgebiet in gemäßigten und subtropischen Zonen der Nordhalbkugel angegeben, mit Nachweisen aus Europa, Asien und Nordamerika.
- Lebensraum
- Wächst in Felsspalten, auf Felsvorsprüngen und an Mauern, oft an schattigen und feuchten Standorten; die Vorlieben für saure oder kalkhaltige Substrate unterscheiden sich zwischen den Unterarten.
Beobachtungsführer
Worauf man achten sollte
- 01
Die Wedel sind schmal und länglich und entspringen dicht beieinander einem kurzen Rhizom.
- 02
Der Stiel und die Wedelspindel sind dunkel, braun bis schwarz und können glänzen.
- 03
Die Spreite ist einmal gefiedert und trägt kleine, ovale bis rundliche Fiederblättchen mit oft gezähntem Rand.
- 04
Auf der Unterseite der Fiederblättchen liegen lineare Sori, die entlang der Adern angeordnet sind.
Licht, Alter und Blickwinkel können Merkmale verdecken. Bei Folgen für Verzehr, Umgang oder Schutz sind Fachquellen nötig.
Ökologie
Beschreibung und Merkmale
Asplenium trichomanes ist ein mehrjähriger Farn, der aus einem kurzen, schuppigen Rhizom Horste bildet, aus dem feine, dunkle Wurzeln entspringen. Seine persistierenden, schmalen Wedel sind einmal gefiedert und tragen kleine, ovale bis rundliche Fiederblättchen, die beiderseits der Wedelspindel angeordnet sind. Die Ränder der Fiederblättchen können leicht gezähnt oder gekerbt sein. Die dunkle, glänzende Wedelspindel bildet zusammen mit dem ebenfalls dunklen Stiel einen Kontrast zur grünen Spreite und hilft bei der Bestimmung. Die Größe der Pflanze kann variieren, und die vorliegenden Beschreibungen stimmen nicht in einem einzigen Maß überein; deshalb ist die Form der Wedel hilfreicher als eine Höhenangabe.
Die Art wächst in Felsspalten und auf Felsvorsprüngen sowie an Mauern, wo sich kleine Mengen Erde ansammeln. Sie kommt besonders an schattigen und feuchten Standorten vor, kann jedoch auf unterschiedlichen Substraten wachsen. Die Vorliebe für bestimmte Gesteine hängt von der Unterart ab: Die Nominatunterart ist mit sauren Substraten und Gesteinen wie Sandstein, Basalt und Granit verbunden; andere Unterarten, etwa A. trichomanes subsp. quadrivalens, kommen auf kalkhaltigem Gestein vor. Das Vorkommen an derselben Mauer oder demselben Felsaufschluss bedeutet daher nicht, dass alle Populationen identische Bodenansprüche haben. Die Pflanze wächst terrestrisch oder auf Felsen, und ihre persistierenden Wedel bleiben im Horst erhalten.
Die Fortpflanzung lässt sich an den linearen Sori erkennen, die auf der Unterseite der Fiederblättchen sitzen. Sie enthalten Sporangien, in denen die Sporen gebildet werden. Für die Reifezeit der Sporangien werden unterschiedliche Zeiträume beschrieben, sodass sich keine einzelne Jahreszeit angeben lässt. Die Variabilität innerhalb der Gruppe zeigt sich auch in den Substratansprüchen und darin, dass mehrere Unterarten existieren. Für die Nominatunterart umfasst das von Kew angegebene natürliche Verbreitungsgebiet gemäßigte und subtropische Gebiete der Nordhalbkugel; diese Angabe ist nicht mit einer vollständigen Abgrenzung des Verbreitungsgebiets der gesamten Art gleichzusetzen.